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Auf der Förde zählt nur Teamwork

Dr. Asmus-Ruderregatta auf der Kieler Förde

Seit 95 Jahren starten Schüler aus Schleswig-Holstein zur Dr. Asmus-Ruderregatta auf der Kieler Förde. Sie ist mittlerweile die einzig verbliebene Schülerruderregatta des Landes. Um sie zu erhalten, wurde im Vorwege kräftig geworben. Mit Erfolg: 200 Teilnehmer griffen am Sonnabend in die Riemen.

Kiel. Von der Reventloubrücke und der Blücherbrücke bis zum Steg des Schülerbootshauses gingen die insgesamt 43 Rennen vom Einer bis zum Achter, im Renn- oder Wanderboot und in jeder Alterklasse. Dass sich so viele meldeten, darüber freute sich besonders Organisatorin Maja Darmstadt, denn sie hatte kräftig Werbung gemacht. „Wir dürfen eine so schöne Tradition doch nicht aussterben lassen“, betonte sie. Waren es in den Vorjahren nur noch maximal 40 Teilnehmer aus den sieben Rudervereinen der Kieler Schulen, kamen in diesem Jahr Schüler aus den fünf Vereinen in Flensburg, Preetz, Schleswig, Rendsburg und Itzehoe dazu. Selbst das Wetter spielte mit: „Sonne und glattes Wasser auf der Förde mitten am Tag, wann haben wir schon mal so ein Glück?“

Max-Planck-Schüler Phillip Biß ist erst seit Anfang des Schuljahres dabei und war gleich vom Rudern als Teil des Sportunterrichts in der Oberstufe begeistert. „Das geht kräftig in die Beine, Arme und den Bauch“, berichtet er. Im Boot sei es besonders wichtig, „dass man nicht aus der Reihe tanzt, denn sonst wird das Team langsamer“, sagt er. „Das ist Abenteuer auf dem Wasser und die Schüler sind für sich selbst verantwortlich“, betont Lehrerin Darmstadt. Sie ist sich sicher, dass es in den nächsten Jahren wieder mehr Teilnehmer geben wird.

Der Achtklässler Ole Strupp ist seit zwei Jahren im Ruderverein Aegir der Humboldtschule. „Das macht so viel Spaß, da vergeht die Zeit ganz schnell“, erklärt der 13-Jährige. Die Kraft beim Rudern käme mit der Zeit von allein, am Wichtigsten sei der Teamgeist. „Wenn man nicht zusammen arbeitet, kommt man nicht voran und bleibt liegen“, so Klassenkamerad Luca Mertens. Und damit alle Boote und Riemen auf dem Wasser immer einsatzbereit sind, werden sie während des Winters gepflegt. „Dazu gehört auch das Abschleifen und Lackieren“, wissen die beiden. Gewinner gab es bei der 95. Dr. Asmus-Regatta zahlreich: Vier Pokale für Kieler Schülerruderer wurden von 4 verschiedenen Schulen gewonnen: Der Asmus-Stab (Jungsvierer) ging an die Gelehrtenschule, Verein Teifun mit Thore Mett, Jonathan Schwerdtfeger, Leon Regensburger, Elias von Milczewski und Leon Hegemühle. Den Neumann-Stab für die Mädchenvierer bekam die Max-Planck-Schule (Verein: ORRC Wiking) mit Nina Steinkamp, Freda Sierck, Jessica Hacia, Lea Burmeister und Annegret Rahlf (Steuerfrau).

Der Uwe-Harries-Gedächtnis-Preis (Jungsvierer-Nachwuchspokal) ging an die Hebbelschule (ORRC Neptun) mit Benjamin Mattern, Albert Brinkmann, Justus, Christian Linke (Steuermann) sowie der Mädchenvierer-Nachwuchspokal an die Humboldtschule (ORRC Aegir) mit Sarah Tramp, Lara Hübenbecker, Berit Junge, Svenja Berndt und Steuermann Mika Molder. Das Fazit von Organisatorin Maja Darmstadt fiel dann auch entsprechend zufrieden aus: „Das ist ein sehr pädagogisches Ergebnis, da jeder der alteingesessenen Schülerrudervereine einen Pokal gewonnen hat.“

Quelle: kn-online, 29. September 2013

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