Artikelformat

Bei dieser Regatta gewinnt die Gesundheit

Rudern gegen Krebs – Das Training hat begonnen

Kiel. Böiger Wind, gekräuseltes Wasser, doch es kann losgehen. Gestern absolvierten die ersten drei Boote ihre Trainingseinheiten für die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“, die am 1. Juni auf der Förde ausgetragen wird. Das Besondere an dieser Regatta: Jeder kann mitmachen.

Der Doppelvierer mit (von links) Steuerfrau Julia Cuntze, Giesela Kordes, Cordula Sprenger, Klaudia Fromme-Waller und Heidemarie Spengler ist schon ein erfahrenes Team und bei der Regatta zum wiederholten Male dabei. Foto: Eisenkrätzer

Der Doppelvierer mit (von links) Steuerfrau Julia Cuntze, Giesela Kordes, Cordula Sprenger, Klaudia Fromme-Waller und Heidemarie Spengler ist schon ein erfahrenes Team und bei der Regatta zum wiederholten Male dabei. Foto: Eisenkrätzer

Es ist schon eine wackelige Angelegenheit, als Edda Asmus, Ina Meißner und Hans Berger sich in den Doppelvierer setzen und nach den Skulls greifen. Für Ina Meißner und Hans Berger ist es das erste Mal, Edda Asmus hat vor Jahrzehnten gerudert, jetzt ist sie 69 Jahre alt und hoch motiviert. Den dreien gemeinsam ist: Sie waren an Krebs erkrankt, sind in der Rehabilitation am Krebszentrum Nord des UKSH, wo sie viel Sport treiben. Fitness, Wandern, Walking, Aqua-Fitness und funktionelle Sporttherapie werden dort angeboten. „Sport und Krebs“ nennt sich das bewegungstherapeutisches Sportprogramm, das die „Stiftung Leben mit Krebs“ nicht nur in Kiel, sondern auch in anderen Städten initiiert hat. „Denn es ist nachgewiesen, dass Sport und Bewegung die Verträglichkeit der Krebsbehandlung entscheidend verbessern kann“, sagt die Kieler Projektkoordinatorin und Diplom-Sportlehrerin Stephanie Otto.

Auch Rudern gehört dazu. Und mehr noch: Jeder kann mitrudern, Vorkenntnisse bedarf es nicht, um an der inzwischen vierten Regatta „Rudern gegen Krebs“ teilzunehmen. „Ob Firmen, Vereine, Krankenkassen, öffentliche Verwaltungen oder Privatleute, wer ein Team von vier Ruderern zusammenbekommt und sich bis zum 30. April bei mir anmeldet kann mitmachen“, erklärt Stephanie Otto. Jedes Team bekommt vor dem Rennen drei Trainingseinheiten unter Anleitung erfahrener Ruderer aus den Kieler Rudersportvereinen, die das Projekt gemeinsam unterstützen und neben den Booten und den Trainern auch die Steuerleute stellen. Jede Mannschaft zahlt ein Startgeld von 250 Euro, wovon 200 Euro direkt in das Projekt „Sport und Krebs“ fließen, ausgenommen sind Schüler und onkologische Patienten – sie rudern kostenlos.

Die Mannschaft der IT-Abteilung des Friedrichsorter Motorenherstellers Caterpillar gehörte zu den ersten, die sich dieses Jahr angemeldet haben, und sie sind zum ersten Mal dabei. Drei Männer und eine Frau: Ute Martens. Die 46-Jährige hatte selber Krebs, hat im Vorjahr noch in einem Patientenboot gerudert und nach dem Wiedereintritt ins Arbeitsleben ihre Kollegen motiviert. „Es war mir eine Herzensangelegenheit, für dieses Projekt ein Firmenteam zusammenzustellen.“

Anmeldung über Stephanie Otto, Krebszentrum Nord, Arnold Heller-Straße 3, Haus 11, 24105 Kiel. Mail: stephanie.otto@krebszentrum-nord.de. Tel: 0431/597-8082 (Stephanie Otto) und 0431/566533 (Uwe Zwingmann).

Quelle: Kieler Nachrichten, 19. April 2013

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.