Erster Kieler Ruder-Club gewinnt Stadtachterrennen 2026
Einmal mehr hat sich das Stadtachterrennen der Kieler Rudervereine erst auf den letzten Metern entschieden. Am Ende überquerte der Achter des Ersten Kieler Ruder-Clubs zuerst die Ziellinie – weil der Schlussspurt der Konkurrenz zu spät kam.
EKRC gewinnt den 29. Stadtachter
Auch wenn der Akademische Ruderverein (ARV) beim 29. Stadtachterrennen am 24. Juni 2026 eine beachtliche Aufholjagd startete, heißt der Gewinner in diesem Jahr Erster Kieler Ruder-Club (EKRC). Zum insgesamt zwölften Mal legte der EKRC die 1000 Meter lange Strecke an der Kiellinie von der Blücherbrücke bis zum eigenen Steg am schnellsten zurück und bleibt damit der alleinige Rekordsieger. Nach dem ARV kam die Rudergesellschaft Germania (RGK) als Dritte ins Ziel.
Ein fast verspielter Vorsprung
Dabei hätte das Team des EKRC mit vier Männern, vier Frauen und einer Steuerfrau den großen Vorsprung beinahe noch verspielt. Etwa 200 Meter vor dem Ziel lag der EKRC knapp zwei Bootlängen vorne, ehe der ARV zum Schlussspurt ansetzte. „Unsere Steuerfrau hat uns informiert, dass es knapp wird. Wir haben alles gegeben und sind froh, dass es gereicht hat“, freute sich Susan Dreller, Schlagfrau des EKRC, über den knappen Sieg.
Weniger Teams, aber große Stimmung
Anders als in den Jahren zuvor gingen dieses Mal nur vier Achter an den Start. Auf dem bis zum Rand gefüllten Steg feuerten die Zuschauer ihre Favoriten lautstark an. Etliche Fans des ARV peitschten den Vorjahressieger fast noch zur Titelverteidigung. Und ganz mit leeren Händen ging der ARV nicht nach Hause: Im Studentenrennen setzte sich der Vierer des ARV um Ruderer Levi Otterbach durch. „Ich wusste gar nicht, wie groß der Vorsprung ist, weil ich so fokussiert war“, sagte Otterbach.
Training zahlt sich aus
Dass der EKRC beim Stadtachter zum ersten Mal seit 2021 wieder oben auf dem Siegertreppchen stehen durfte, kam nicht von ungefähr. „Wir haben in den letzten Wochen sehr regelmäßig trainiert“, erklärte Dreller.
Traditioneller Abschluss mit Förde-Bad
Zum Abschluss wurde wie jedes Jahr die Steuerfrau des Gewinnerteams kopfüber in die Förde geschmissen. „Der Spaßfaktor steht nach wie vor im Vordergrund. Es ist als eine Art Showrennen zu verstehen“, erklärte Christiana Petersen, Organisatorin des Events und Präsidentin des Verbands Kieler Schüler Rudervereine.
Text: Kieler Nachrichten vom 26. Juni 2026
Bilder: Wolf Töpker (RG Germania)
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