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aktuelle Berichte und Informationen der Ruderlobby Kiel

EKRC gewinnt Stadtachter 2020

23. Stadtachterrennnen zur Kieler Woche

Als im Frühjahr klar wurde, dass die Kieler Woche ausfallen würde, hatten die meisten Ruderer die diesjährige Regattasaison – und damit auch den Stadtachter – mental bereits abgeschrieben. Mit Wiederaufnahme der Planungen für die ‚kleine‘ Kieler Woche kam dann auch die Anfrage der Organisatoren, ob sich die Kieler Rudervereine an dem Sportprogramm im Rahmen der Veranstaltung beteiligen würden. Natürlich haben die zugesagt, befinden wir uns als Freiluftsportler doch in der privilegierten Situation, unseren Sport inzwischen wieder weitgehend ohne Einschränkungen ausüben zu können.

Das Rennen

Das Wetter ist uns wohlgesonnen. Nachdem es den Tag über noch regnerisch und stürmisch war, legt sich der Wind und pünktlich zum Start kommt sogar die Sonne raus. Ideales Wasser zum Start in die Abendsonne.

Schüler und Studenten dürfen leider noch nicht im Achter rudern (Kohortenbildung). Damit schrumpft das Starterfeld auf drei Boote: RG Germania, ARV und EKRC. Besonders vermissen wir die Schüler der ORRC Neptun, die zu normalen Zeiten das Feld mit ihren jedes Jahr aufs Neue phantasievoll gestalteten Kostümen bereichern.

Noch etwas ist ungewohnt. Dominieren sonst zur Kieler Woche die Segler die Förde, läuft in diesem Jahr der Ruderbetrieb bei den Vereinen weiter – dementsprechend treffen wir dieses Jahr immer wieder Ruderboote auf der Förde an.

Gleich nach dem Start eine Schrecksekunde. Ein Motorboot kreuzt die Regattabahn. Anstatt aber schnell das Weite zu suchen, verfällt der Bootsführer angesichts der auf ihn zueilenden Achter in Schockstarre und blockiert die Regattabahn. Der Steuermann des ARV beschließt, nach Backbord auszuweichen. Damit kommt er Felix bedrohlich nahe. Der behält als erfahrener Steuermann die Nerven: „Ich musste etwas nach Backbord korrigieren und hatte gehofft, der ARV weicht nach Steuerbord aus. Die sind jedoch auch nach BB ausgewichen und etwas in die Riemen reingefahren. Ich wollte denen aber nicht zu viel Raum geben und bin auf meiner Spur geblieben. Meine Steuerborder haben die Riemenkollisionen gut gemeistert.“ Als Außenstehender Beobachter sehe ich schon Protest, Abbruch und Neustart vor meinem geistigen Auge vorüberziehen, bis unser Boot in der zweiten Hälfte des Rennens schließlich so weit davonzieht, dass sich der Knoten von alleine auflöst.

Mit etwa ¾ Bootslänge Vorsprung geht der EKRC schließlich vor dem ARV ins Ziel. Die RG Germania landet dieses Jahr auf dem dritten Platz.

Auch das EKRC-Flaggschiff hat seine Feuerprobe bestanden. Gut zwei Wochen nach ihrer Taufe auf dem Sommerfest kann die „Tampere 1977“ ihren ersten Sieg einfahren.

Siegerehrung

Zur Siegerehrung versammeln sich die Aktiven dieses Mal auf der EKRC-Wiese. Aus den Händen der Ratsherren Wolfahrt und Schüller sowie unsers Vorsitzenden Bernd Klose nehmen die zweitplazierten ARVler die EKRC-Plaketten und die Sieger die Pokale entgegen.

In einer Disziplin haben die Ruderer der Germania heute dann doch die Nase vorn. Während die anderen Mannschaften noch ihren Platz auf der Wiese suchen, stoßen die Germanen bereits mit einem kalten Bier auf ein gelungenes Rennen an.

Die traditionelle große Sause auf Einladung der Vorjahressieger fällt den geltenden Auflagen zum Opfer. Stattdessen treffen wir uns in kleinem Kreise auf der Terrasse zum Abschluss eines erfolgreichen Tages. Leslie hat einen Themenkuchen gebacken mit ganz vielen Ruderern drauf. Ein gelungener Ausklang für den 23. Stadtachter, ein Stück Kieler-Woche Tradition haben wir gerettet. Nicht selbstverständlich angesichts dessen, was sonst gerade als Kieler Woche um uns herum in der Stadt abläuft!

Hans-Martin Hörcher und Felix Eckel
Quelle: ekrc.de

In zehn Jahren fast eine halbe Million Euro errudert

Benefiz-Regatta finanziert das Sportprogramm für krebskranke Patienten – Im Sommer kamen noch einmal 39 000 Euro zusammen

Gruppenbild mit acht Personen, die einen großen Spendenscheck vor einem Gemälde in den Händen halten
Geld für den guten Zweck (v.l.): Sabine Köhler, Rolf Kalippke (beide Rudergesellschaft Germania), Gesundheitsminister Heiner Garg, Stiftungsvorstand Claus Feucht, Bernd Klose vom Ersten Kieler Ruder-Club, Patientensprecherin Karin Peter, Sporttherapeutin Astrid Schulz und Krankenhaus-Geschäftsführer Roland Ventzke

Das Wasser spritzte und der Schweiß perlte, als in diesem Sommer bei „Rudern gegen Krebs“ rund 70 Teams in Vierer-Booten in Kiel gegeneinander antraten. 300 Teilnehmer und Unterstützer sowie mehrere Großsponsoren zahlten zusammen 39 000 Euro, die in das Sportprogramm des Städtischen Krankenhauses und der Kieler Rudervereine fließen. Sie bieten damit kostenlose oder stark vergünstigte Sport- und Ruderkurse für krebskranke Menschen an. Den Scheck übergab Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in Vertretung für den kurzfristig erkrankten Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) im Gästehaus der Landesregierung in Kiel.

Claus Feucht, Vorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs, sagte: „Das Angebot hilft den Menschen bei der Bewältigung ihrer Erkrankung.“ Es stehe dabei nicht nur Patienten des Städtischen Krankenhauses, sondern auch denen anderer onkologischer Praxen in Kiel offen. Die positiven Auswirkungen der Therapie erklärte Sporttherapeutin Astrid Schulz: „Neben dem sportlichen ist auch der soziale Aspekt sehr wichtig“, sagt sie. Denn die Patienten könnten weiter Sport treiben, lernten andere Betroffene kennen und müssten sich in den Gruppen nicht mit gesunden Menschen messen oder gar verstecken.

Sport und Bewegung fördern die Genesung

„Ich kann nachvollziehen, welche Befürchtungen mit der Diagnose Krebs verbunden sind“, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg. Sport trage dazu bei, den Optimismus nicht zu verlieren und unterstütze damit die Genesung, so der Politiker. Umso mehr freute sich der Minister über die hohe Summe, die bei der zehnten Regatta zusammengekommen ist. Garg hatte bereits im Sommer Daniel Günther vertreten und die Grußworte bei der Veranstaltung gesprochen.

Der Stiftungsvorsitzende Claus Feucht zog nach der Jubiläumsveranstaltung ein positives Fazit. „In den vergangenen zehn Jahren ist bereits knapp eine halbe Million Euro errudert worden.“ Davon konnten Sportkurse für 1900 Patienten finanziert werden. Ähnliche Veranstaltungen richtet die Stiftung an 60 Orten in Deutschland aus. „Wobei das Rudern ein kongeniales Bild ist“, sagt Feucht. „Denn es ist eine Teamleistung. Genau so wie die Krebs-Therapie.“

Die nächste Regatta ist für den 6. Juni 2020 geplant.

Text: Marc R. Hofmann, Kieler Nachrichten 4. Dezember 2019
Bild: Staatskanzlei S-H

Wahl zur Sportlerin des Jahres 2019

Frieda Hämmerling aus Kiel steht zur Wahl als Sportlerin des Jahres 2019 in Schleswig-Holstein

Frieda Hämmerling (l), Marieluise Witting (m) und Lars Hartig (r) stehen zur Wahl Sportler des Jahres: Foto: DRV/Schwier

Die Auszeichnung der schleswig-holsteinischen Sportlerinnen und Sportler des Jahres bildet den alljährlichen Abschluss eines Sportjahres in Schleswig-Holstein. Diese traditionell vom Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und der Vereinigung der Schleswig-Holsteinischen Sportjournalisten veranstaltete Wahl ist die einzige landesweite Sportlerwahl.

Exklusiver Medienpartner der Sportlerwahl ist auch in diesem Jahr der NDR in Schleswig-Holstein mit NDR 1 Welle Nord und dem Schleswig-Holstein Magazin. Die NDR Landesprogramme stellen die Nominierten vor und präsentieren die „Wahl der Sportler des Jahres 2019 in Schleswig-Holstein“ in Hörfunk, Fernsehen und Internet. Wie in den letzten Jahren wird die Wahl über ein Internet-Voting auf www.ndr.de/sh, dem regionalem Landesportal des NDR, durchgeführt. Alle Sportinteressierten können dort zwischen dem 27. November und dem 16. Dezember 2019 (12 Uhr) mit ihrer Stimme über die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler sowie über die Mannschaft des Jahres in Schleswig-Holstein abstimmen. Mehrfach-Abstimmungen sind möglich.

Auf der Homepage des NDR steht zudem ab sofort eine Kandidatenliste mit Kurzporträts der je sechs zur Wahl stehenden Sportlerinnen, Sportlern und Mannschaften zur Verfügung. Diese Kandidatenliste wurde von einer Expertenjury mit Vertreterinnen und Vertretern des Landessportverbandes, der Vereinigung der Schleswig-Holsteinischen Sportjournalisten und des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein zusammengestellt.

Die Bekanntgabe und Ehrung der „Sportler des Jahres 2019 in Schleswig-Holstein“ erfolgen in feierlichem Rahmen am 19. Dezember 2019 im Kieler Schloss. Durch die Ehrungsveranstaltung wird Moderator Christopher Scheffelmeier führen.

Der NDR wird auf NDR 1 Welle Nord und im Schleswig-Holstein Magazin von der Veranstaltung berichten. Die Wahl „Sportler des Jahres 2019 in Schleswig-Holstein“ wird freundlich unterstützt von den Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Die Nominierten für die Wahl „Sportler des Jahres 2019“ in Schleswig-Holstein:

Sportlerin

Anna Behlen (Beachvolleyball)
Lina Erpenstein (Windsurfen)
Frieda Hämmerling (Rudern)
Sonja Scheibl (Schießen)
Laura Schewe (Segeln)
Marieluise Witting (Rudern)

Sportler

Thore Beissel (Turnen)
Lars Hartig (Rudern)
Florian Kahllund (Bogenschießen)
Nico Prien (Windsurfen)
Dominic Ressel (Judo)
Benjamin Winkler (Triathlon)

Mannschaft

Blau-Weiß Wittorf (Badminton)
Justus Schmidt/Max Boehme (Segeln)
KSV Holstein (Fußball)
KTV Adler (Volleyball)
SG Flensburg-Handewitt (Handball)
THW Kiel (Handball)

Quelle: Landessportverband Schleswig-Holstein